PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Aermacchi MB-326 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Aermacchi MB-326 fliegt etwa 1,320 nm bzw. rund 2,445 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 4 Min..
Die Aermacchi MB-326 ist ein italienischer zweisitziger Jettrainer mit zusätzlicher Eignung für leichte Angriffsaufgaben. Hersteller war Aermacchi in Varese, der Erstflug fand am 10. Dezember 1957 statt, die Serienfertigung begann Anfang der 1960er Jahre und lief bis in die späten 1970er Jahre. Das Muster wurde in zahlreichen Luftstreitkräften eingesetzt, unter anderem in Italien, Australien, Brasilien und Südafrika, teils auch in Lizenzfertigung. Für Käufer ist die Aermacchi MB-326 relevant, weil sie ein klassischer Unterschalltrainer mit einfacher, robuster Zelle und bewährtem Turbojet ist, deutlich historischer geprägt als spätere Trainer wie die MB-339.
Die Leistungswerte variieren je nach Version, insbesondere zwischen frühen Trainern und bewaffneten Ausführungen. Typisch sind Reisegeschwindigkeiten im Bereich von etwa 350 bis 400 knots, eine Höchstgeschwindigkeit knapp unter Mach 0,8 und eine Dienstgipfelhöhe von rund 45.000 feet. Die Reichweite liegt je nach Tankkonfiguration und Profil im Bereich von etwa 900 bis über 1.000 nautical miles bei Überführungsprofilen. Als Antrieb dient ein Rolls-Royce Viper Turbojet, bei späteren Versionen häufig der stärkere Viper 20. Die Nutzlast im Sinn der Differenz zwischen Leergewicht und maximaler Startmasse liegt bei frühen Varianten grob im Bereich von rund 4.000 bis 4.600 lb, wobei Kraftstoff, Besatzung, Ausrüstung und Außenlasten gegeneinander abzuwägen sind.
Die Aermacchi MB-326 hat zwei Sitze in Tandemanordnung, der Fluglehrer sitzt hinten erhöht. Die Cockpits sind militärisch kompakt ausgelegt, mit Schleudersitzen, guter Rundumsicht und konventionellen Bedienelementen. Originale Flugzeuge besitzen überwiegend analoge Instrumentierung sowie militärische Funk und Navigationsausrüstung, etwa VHF oder UHF, ADF, TACAN oder ILS je nach Betreiber. Auf dem zivilen Markt sind häufig Nachrüstungen mit Mode S Transponder, ADS-B, GPS, modernen Funkgeräten und Garmin GNS oder GTN Geräten zu finden. Integrierte Systeme wie Garmin Perspective oder G1000 gehören nicht zur typischen Ausrüstung dieses Musters.
Beim Kauf zählen vollständige Lebenslaufakten, dokumentierte Strukturzeiten, Triebwerkszustand, Korrosionsprüfung, Ersatzteilzugang und der Status der Schleudersitze. Besonders wichtig sind Nachweise zur zivilen Zulassung, Demilitarisierung, Lärmvorschriften und zur Wartung des Rolls-Royce Viper. Häufige Varianten sind MB-326B, MB-326E, MB-326F, MB-326G, MB-326H sowie die einsitzige MB-326K für leichte Angriffsrollen. Auf dem Gebrauchtmarkt positioniert sich die Aermacchi MB-326 als historischer Jettrainer mit vergleichsweise überschaubarer Systemkomplexität, aber klar höheren Betriebsanforderungen als Propellerflugzeuge oder moderne leichte Jets.