PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Aero Vodochody L-39 Albatros und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Aero Vodochody L-39 Albatros fliegt etwa 540 nm bzw. rund 1,000 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 1 Std. 20 Min..
Eine Aero Vodochody L-39 Albatros kostet etwa EUR 14.773 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 728 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Aero Vodochody L-39 Albatros ist ein zweisitziger Jettrainer aus der damaligen Tschechoslowakei, entwickelt von Aero Vodochody als Nachfolger der L-29 Delfín. Der Erstflug fand am 4. November 1968 statt, die Serienproduktion lief ab den frühen 1970er Jahren bis in die 1990er Jahre. Die L-39 wurde als fortgeschrittener Schuljet für Militärpiloten konzipiert und in großen Stückzahlen an Luftstreitkräfte in Europa, Asien, Afrika und Amerika geliefert. Für Käufer auf dem Gebrauchtmarkt ist sie relevant, weil sie eine der verbreitetsten und am besten dokumentierten ex-militärischen Jetplattformen ihrer Klasse ist.
Die L-39 Albatros wird von einem Ivchenko AI-25TL Zweistromtriebwerk mit rund 16,9 kN Schub angetrieben. Typische Reisefluggeschwindigkeiten liegen je nach Höhe, Konfiguration und Leistungssetzung etwa im Bereich von 340 bis 360 knots, die maximale Geschwindigkeit wird üblicherweise mit rund 405 knots angegeben. Die Reichweite liegt in typischen Konfigurationen bei etwa 590 nautical miles, abhängig von Treibstoff, Reserven und Profil. Die Dienstgipfelhöhe beträgt rund 37.500 feet. Das maximale Abfluggewicht liegt bei etwa 4.700 kg, daraus ergibt sich je nach Leergewicht und Ausstattung eine nutzbare Zuladung in der Größenordnung von rund 1.200 kg. Waffenfähige Varianten können Außenlasten tragen, wobei die genaue Kapazität von der Version abhängt.
Die Kabine ist als Tandemcockpit mit vorderem Schülerplatz und erhöhtem hinterem Instruktorplatz ausgelegt. Beide Sitze sind mit Schleudersitzen ausgestattet, bei vielen zivil betriebenen Flugzeugen hängt die Nutzbarkeit von Wartungszustand, Zulassung und Betreiberkonzept ab. Die ursprüngliche Avionik ist überwiegend analog und militärisch geprägt, mit klassischen Fluglage, Navigations, Funk und Triebwerksanzeigen. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich häufig Nachrüstungen wie moderne VHF Funkgeräte, Mode S Transponder, ADS-B Out, GPS Navigatoren der Garmin GNS oder GTN Familie, elektronische Anzeigen und zivile Intercomsysteme. Garmin Perspective oder G1000 sind für die L-39 nicht typisch.
Beim Kauf einer Aero Vodochody L-39 Albatros sind lückenlose Logbücher, Triebwerkszeiten und Zyklen, Lebensdauerbegrenzungen der Zelle, Zustand von Hydraulik, Pneumatik, Fahrwerk, Bremsen, Treibstoffsystem und Tip Tanks entscheidend. Ebenso wichtig sind Teileverfügbarkeit, Wartungsbetrieb mit Mustererfahrung, Importdokumentation und die Zulassungskategorie. Häufige Varianten sind die L-39C als Trainer, die L-39ZO mit Waffenstationsausrüstung und die L-39ZA mit verstärkter Struktur und Bordkanone. Im Markt positioniert sich die L-39 als vergleichsweise zugänglicher klassischer Jettrainer, jedoch mit deutlich höheren Betriebs, Schulungs und Instandhaltungsanforderungen als Kolbenflugzeuge oder Turboprops.