PlaneFox verfolgt 4 zum Verkauf stehende Aerospatiale SA341/342 Gazelle und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Aerospatiale SA341/342 Gazelle fliegt etwa 351 nm bzw. rund 650 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 2 Std. 30 Min..
Eine Aerospatiale SA341/342 Gazelle kostet etwa EUR 10.918 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 873 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Aerospatiale SA341/342 Gazelle ist ein leichter einmotoriger Turbinenhubschrauber, entwickelt ursprünglich von Sud Aviation und später von Aérospatiale, mit Lizenzfertigung unter anderem bei Westland. Der Erstflug des Prototyps erfolgte 1967, die Serienproduktion lief ab den frühen 1970er Jahren über mehrere zivile und militärische Varianten. Die Gazelle ist vor allem als Verbindungs, Beobachtungs, Schulungs und leichter Mehrzweckhubschrauber bekannt. Ihre Bedeutung liegt in der frühen Einführung des Fenestron Heckrotors und eines fortschrittlichen Rotorsystems, Merkmale, die sie technisch klar von vielen zeitgleichen leichten Hubschraubern abheben.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen je nach Variante, Ausrüstung und Betriebsprofil bei etwa 120 bis 140 knots. Die Reichweite wird häufig im Bereich von rund 300 bis 360 nautical miles angegeben, abhängig von Tankkonfiguration, Beladung und Reserven. Das maximale Abfluggewicht liegt bei vielen SA341 Ausführungen um 1.800 kg, spätere SA342 Varianten können höher liegen. Daraus ergibt sich eine typische Nutzlast im Bereich von etwa 650 bis 750 kg. Die Dienstgipfelhöhe liegt variantenabhängig ungefähr bei 16.000 bis 20.000 feet. Angetrieben wird die SA341 in der Regel von einer Turbomeca Astazou III Serie, während die SA342 stärkere Astazou XIV Versionen nutzt, was besonders bei Leistung in warmen oder höher gelegenen Einsatzgebieten relevant ist.
Die typische Kabinenanordnung bietet Platz für einen Piloten und bis zu vier Passagiere, wobei militärische und zivile Konfigurationen deutlich variieren können. Die Kabine ist kompakt, mit guter Rundumsicht und praktischer Zugänglichkeit für Beobachtungs, Schulungs oder leichte Transportaufgaben. Ab Werk stammen viele Flugzeuge aus einer analogen Instrumentenwelt. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich daher sehr unterschiedliche Avionikstände: einfache VFR Ausstattung, militärische Funk und Navigationssysteme, nachgerüstete Mode S Transponder, 8.33 kHz Funkgeräte sowie GPS Navigatoren wie Garmin GNS oder GTN. Moderne integrierte Glascockpits wie Garmin Perspective oder G1000 sind für die Gazelle nicht typisch.
Beim Kauf einer Aerospatiale SA341/342 Gazelle sind lückenlose Wartungsunterlagen, Restlaufzeiten von Hauptrotorblättern, Fenestron Komponenten, Getrieben und Astazou Triebwerk zentral. Ebenso wichtig sind Korrosionsprüfung, Zustand der Kraftstoffanlage, Verfügbarkeit zugelassener Ersatzteile und die Qualität einer möglichen zivilen Umrüstung ehemaliger Militärmaschinen. Häufige Marktangebote betreffen zivile SA341G, ehemalige Westland Gazelle AH.1 sowie SA342 Varianten mit stärkerem Triebwerk. Wertrelevant sind zivile Zulassung, Avionikmodernisierung, Innenausstattung, Lackzustand und dokumentierte Überholungen. Im Gebrauchtmarkt positioniert sich die Gazelle als charaktervoller klassischer Turbinenhubschrauber mit spezieller Betreiberbasis: oft günstiger in der Anschaffung als moderne leichte Turbinenmuster, jedoch anspruchsvoll bei Ersatzteilplanung und spezialisiertem technischem Support.