PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Auster J Series und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Auster J Series fliegt etwa 278 nm bzw. rund 515 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 14 Min..
Eine Auster J Series kostet etwa EUR 1.716 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 180 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Auster J Series bezeichnet die zivile Nachkriegsfamilie von Auster Aircraft Ltd aus Rearsby, Großbritannien. Ausgangspunkt war die Auster J/1 Autocrat, die 1945 erstmals flog und ab 1946 in Serie gebaut wurde. Die Baureihe entstand aus den militärischen Auster Beobachtungsflugzeugen, wurde aber für private Halter, Flugclubs, Schulung und leichtes Reisefliegen ausgelegt. Typisch sind die abgestrebte Hochdeckerzelle, Spornradfahrwerk, Stoffbespannung und ein gutmütiges Kurzfeldprofil. Für Käufer ist die J Series vor allem als klassisches, einfaches Vintage-Flugzeug mit ziviler Zulassungsgeschichte relevant.
Die Werte unterscheiden sich je nach Untermodell, Motorisierung und Propeller. Eine Auster J/1 Autocrat wird meist mit einem Blackburn Cirrus Minor II Vierzylinder mit 100 hp angegeben. Typische Reisegeschwindigkeiten liegen ungefähr im Bereich von 75 bis 85 knots, bei sparsamen Verbräuchen im Vergleich zu stärkeren Nachkriegsmustern. Die Reichweite wird für viele J/1 Ausführungen mit rund 250 bis 300 nautical miles angegeben. Das maximale Abfluggewicht der J/1 liegt bei etwa 1.850 lb, die nutzbare Zuladung hängt stark von Ausrüstung, Motor und Leergewicht ab. Dienstgipfelhöhen um 12.000 feet werden für die Autocrat häufig genannt. Die Stärken der Baureihe liegen weniger in Geschwindigkeit als in niedrigen Betriebskosten, einfacher Mechanik und brauchbarer Leistung auf Grasplätzen.
Die J Series besitzt eine geschlossene Kabine, in der Regel mit drei Sitzen bei der J/1 Autocrat. Der Innenraum ist schmal und funktional, mit guter Sicht nach unten und zur Seite, was aus der Beobachtungsflugzeug Herkunft stammt. Käufer sollten keine moderne integrierte Avionik wie Garmin Perspective oder G1000 erwarten. Üblich sind klassische Rundinstrumente für VFR Betrieb, ergänzt durch 8,33 kHz Funkgerät, Mode S Transponder und häufig ein tragbares oder einfach eingebautes GPS. Der tatsächliche Panelstandard ist stark vom einzelnen Flugzeug und seiner nationalen Zulassung abhängig.
Beim Kauf zählen Zustand und Dokumentation mehr als Baujahr. Wichtig sind Nachweise zu Stoffbespannung, Holzstruktur der Tragflächen, Korrosion an Beschlägen und Stahlrohrbereichen, Fahrwerksaufnahmen, Steuerseilen, Streben und Spornrad. Ebenso relevant sind Motorlaufzeit, Ersatzteillage für Cirrus oder alternative Motoren, Propellerstatus und vollständige Logbücher. Häufige Varianten im Umfeld der J Series sind J/1 Autocrat, J/1N Alpha mit stärkerem de Havilland Gipsy Major Motor sowie spätere Ableitungen mit abweichender Kabinen und Motorisierung. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich die Auster J Series als historischer Leichtflugzeug Klassiker für VFR Freizeitbetrieb, nicht als schneller Reiseflieger.