PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Saab 91 Safir und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Saab 91 Safir fliegt etwa 520 nm bzw. rund 963 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 4 Std. 6 Min..
Eine Saab 91 Safir kostet etwa EUR 1.904 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 201 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Saab 91 Safir ist ein einmotoriges Schul, Reise und Verbindungsflugzeug des schwedischen Herstellers Saab. Der Erstflug fand am 20. November 1945 statt, die Serienproduktion lief ab 1946 bis in die 1960er Jahre, zeitweise auch bei De Schelde in den Niederlanden. Entworfen wurde die Safir von Anders J. Andersson, der zuvor an der Messerschmitt Bf 108 beteiligt war. Das Muster ist für Käufer interessant, weil es militärische Schulflugzeug Robustheit mit zivil nutzbarer Reisefähigkeit verbindet. Viele Exemplare dienten bei Luftstreitkräften in Schweden, Norwegen, Finnland, Österreich, Äthiopien und weiteren Ländern.
Die Leistungswerte hängen deutlich von der Variante und Motorisierung ab. Frühe Saab 91A flogen mit einem de Havilland Gipsy Major Reihenmotor mit 145 hp. Spätere 91B und 91B-2 nutzten Lycoming O-435 Motoren mit rund 190 hp, während die 91D den verbreiteteren Lycoming O-360 mit 180 hp erhielt. Typische Reisegeschwindigkeiten liegen ungefähr im Bereich von 110 bis 120 knots. Die Reichweite wird je nach Version, Tankanlage und Leistungssetting häufig um etwa 500 nautical miles angegeben. Die Dienstgipfelhöhe liegt bei vielen Versionen im Bereich um 16.000 feet. Charakteristisch sind ein konventionelles Einziehfahrwerk, gutmütige Schulflugzeugeigenschaften und ein aerodynamisch sauberes Ganzmetallkonzept.
Die Kabine ist je nach Version als drei oder viersitziges Layout ausgeführt. Die frühe 91A war typischerweise dreisitzig, spätere Varianten boten vier Sitze und wurden stärker als Reise und Verbindungsmuster genutzt. Die Sicht aus dem Cockpit ist gut, was der Schulungsrolle entgegenkommt. Käufer sollten keine moderne Werksavionik wie Garmin Perspective oder G1000 erwarten. Die meisten heute angebotenen Saab 91 Safir besitzen klassische Rundinstrumente, oft ergänzt durch moderne Funkgeräte, Mode S Transponder, GPS Navigatoren wie Garmin GNS oder GTN sowie teilweise ADS-B Ausrüstung. Der tatsächliche IFR Nutzen hängt stark vom individuellen Umbau, der Zulassung und der Dokumentation ab.
Beim Kauf zählen vor allem Zustand der Zelle, Korrosionsschutz, Fahrwerk, Kraftstoffsystem, Ersatzteilverfügbarkeit und eine nachvollziehbare Historie. Ehemalige Militärmaschinen können sehr solide sein, erfordern aber genaue Prüfung von Umrüstungen, Wartungsunterlagen und nationalen Zulassungsdetails. Die 91D ist wegen des Lycoming O-360 oft praktischer im Betrieb, während frühe Varianten historisch reizvoller, aber bei Motor und Teilen spezieller sein können. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich die Saab 91 Safir als charaktervolles Klassikerflugzeug mit echter Nutzbarkeit, nicht als einfacher Trainer der niedrigsten Betriebskostenklasse.