PlaneFox verfolgt 3 zum Verkauf stehende Seawind 3000 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Seawind 3000 fliegt etwa 980 nm bzw. rund 1,815 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 6 Std. 40 Min..
Eine Seawind 3000 kostet etwa EUR 2.452 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 267 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Seawind 3000 ist ein viersitziges, einmotoriges Amphibienflugzeug in Composite-Bauweise, entwickelt für den Experimental- und Amateurbau-Markt. Der Entwurf stammt aus Kanada und wurde über Seawind International als Kit angeboten. Der Erstflug des Musters wird Anfang der 1980er Jahre eingeordnet, die Auslieferung von Bausätzen erfolgte über mehrere Jahrzehnte in kleinen Stückzahlen. Charakteristisch sind der Bootsrumpf, das hoch gesetzte Tragwerk, das einziehbare Fahrwerk und der Druckpropeller hinter der Kabine. Für Käufer ist die Seawind 3000 relevant, weil sie Land- und Wasserbetrieb mit einer für Amphibien ungewöhnlich reisetauglichen Auslegung verbindet.
Typisch für die Seawind 3000 ist ein Lycoming IO-540 mit 300 hp, daher auch die Modellbezeichnung. In der Praxis hängen Leistungswerte stark von Bauqualität, Propeller, Gewicht und Ausrüstung des einzelnen Experimental-Flugzeugs ab. Häufig genannte Reisegeschwindigkeiten liegen im Bereich von etwa 160 bis 180 knots, bei sparsamerer Einstellung entsprechend darunter. Die Reichweite wird in vielen Unterlagen mit rund 800 nautical miles oder mehr angegeben, abhängig von Tankausführung und Reserven. Das maximale Abfluggewicht liegt üblicherweise bei etwa 3.200 lb, die Nutzlast wird oft um 1.000 lb genannt. Als Dienstgipfelhöhe werden in Datenblättern Werte um 15.000 feet aufgeführt.
Die Kabine der Seawind 3000 bietet in der Regel vier Sitze, mit nebeneinander angeordneten Vordersitzen und einer hinteren Sitzbank. Der Einstieg erfolgt über die Kabine oberhalb des Rumpfes, die Sicht nach vorne und zur Seite ist für ein Amphibienflugzeug gut, die Geräuschkulisse wird jedoch durch die pusher-Konfiguration und die Nähe von Motor und Propeller zur Kabine geprägt. Eine standardisierte Werksavionik wie Garmin Perspective oder ein serienmäßiges G1000 gehört nicht zum Muster. Gebrauchte Exemplare zeigen daher sehr unterschiedliche Panels, von klassischen Rundinstrumenten über Garmin GNS- oder GTN-Navigation bis zu modernen Experimental-Glascockpits wie Garmin G3X, Dynon oder ähnlichen Systemen.
Bei der Bewertung einer Seawind 3000 stehen nicht nur Flugstunden und Motorlaufzeit im Vordergrund, sondern vor allem Bauqualität, Dokumentation und Historie des einzelnen Kits. Wichtig sind vollständige Bau- und Wartungsunterlagen, Gewicht-und-Schwerpunkt-Daten, Nachweise zu Wasserbetrieb, Rumpf- und Fahrwerkszustand, Dichtheit des Bootsrumpfes sowie Zustand von Motorträger, Propeller, Steuerung und Einziehfahrwerk. Häufige Upgrades betreffen Avionik, Autopilot, Propeller, Innenausstattung und elektrische Systeme. Am Markt ist die Seawind 3000 ein seltenes Nischenflugzeug: meist günstiger als zertifizierte Hochleistungs-Amphibien, aber anspruchsvoller in Prüfung, Versicherung, Training und Wiederverkauf als konventionelle Landflugzeuge.