PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Camel und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Sopwith Camel fliegt etwa 150 nm bzw. rund 278 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa -.
Die Sopwith Camel ist ein einsitziges britisches Jagdflugzeug des Ersten Weltkriegs, entwickelt von der Sopwith Aviation Company. Der Erstflug erfolgte 1916, die Serienproduktion lief hauptsächlich von 1917 bis 1918. Als Nachfolgerin der Sopwith Pup war die Camel ein Frontjäger für Luftkampf, Begleitschutz und Bodenangriffe. Ihre Bedeutung liegt weniger in Komfort oder Nutzwert als in ihrer historischen Rolle: Sie wurde eines der bekanntesten alliierten Jagdflugzeuge des Krieges und war für ihre hohe Wendigkeit, aber auch für anspruchsvolles Handling durch Motor, Propeller, Bewaffnung und Kraftstoffmasse im vorderen Rumpf bekannt.
Die Sopwith Camel F.1 wurde je nach Baulos mit verschiedenen Umlaufmotoren ausgeliefert, häufig mit dem Clerget 9B mit 130 hp, außerdem mit Bentley BR.1, Le Rhône oder Gnome Motoren. Zeitgenössische Daten nennen typischerweise eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 113 mph, rund 98 knots, auf Meereshöhe. Eine moderne, standardisierte Reisegeschwindigkeit ist für das Muster nicht sinnvoll belegt, im Betrieb lag die nutzbare Marschfahrt deutlich unter der Höchstgeschwindigkeit. Die Reichweite wird häufig mit rund 250 statute miles angegeben, entsprechend etwa 217 nautical miles. Die Dienstgipfelhöhe lag je nach Motor und Ausrüstung bei ungefähr 19.000 feet. Typische Gewichte der F.1 lagen bei etwa 950 lb Leergewicht und rund 1.480 lb beladen, womit die nutzbare Zuladung ungefähr 500 lb betrug.
Die Camel hat ein offenes Einzelcockpit ohne Kabine im modernen Sinn. Instrumentierung war ursprünglich rein mechanisch und auf das Nötigste beschränkt, etwa Fahrtmesser, Höhenmesser, Drehzahlmesser, Kompass sowie Motor und Kraftstoffanzeigen, je nach Ausführung. Eine integrierte Avioniksuite wie Garmin G1000, Garmin Perspective oder vergleichbare Systeme gehört nicht zum Muster. Bei flugfähigen Nachbauten finden sich gelegentlich unauffällig installierte Funkgeräte, Transponder oder tragbare Navigationsgeräte, meist aus Zulassungsgründen und nicht als historischer Standard.
Für Käufer ist entscheidend, zwischen originalen Zellen, restaurierten Museumsstücken und modernen Reproduktionen zu unterscheiden. Originale Sopwith Camel sind extrem selten und meist sammlungsgebunden. Flugfähige Angebote sind in der Praxis häufiger Nachbauten, oft mit abweichenden Motoren, moderner Bespannung, angepasster Struktur oder zeitgemäßer Sicherheitsausrüstung. Zu prüfen sind Herkunftsnachweise, Bauqualität, Holzkonstruktion, Beschläge, Verspannung, Stoffbespannung, Motorzustand, Propeller, Zulassungsstatus und Wartungsdokumentation. Relevante Varianten sind die F.1, die 2F.1 Ship’s Camel für den Marineeinsatz sowie die Comic Nachtjägerausführung. Am Markt positioniert sich die Camel nicht als Reise oder Nutzflugzeug, sondern als historisches Sammler und Warbird Muster mit spezialisierten Betriebsanforderungen.