PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Hughes 269 / 300 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Hughes 269 / 300 fliegt etwa 195 nm bzw. rund 361 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 2 Std. 16 Min..
Eine Hughes 269 / 300 kostet etwa EUR 2.403 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 192 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Der Hughes 269 / 300 ist ein leichter einmotoriger Kolbenhubschrauber, der ursprünglich von Hughes Helicopters entwickelt wurde. Der Prototyp des Model 269 flog erstmals 1956, die zivile Zulassung folgte Ende der 1950er Jahre. Die Serienfertigung begann Anfang der 1960er Jahre, später wurde die Baureihe als Hughes 300 weiterentwickelt und nach mehreren Eigentümerwechseln auch unter Schweizer und Sikorsky weitergebaut. Die Familie ist besonders als Schulungs, Beobachtungs und leichter Mehrzweckhubschrauber bekannt. Militärisch wurde eine Variante als TH-55 Osage für die Ausbildung der US Army eingesetzt. Für Käufer ist die Baureihe relevant, weil sie eine einfache Mechanik, gute Sicht aus der Kabine und niedrige Betriebskomplexität mit einem etablierten Teile und Wartungsumfeld verbindet.
Die Leistungsdaten hängen deutlich von Variante, Ausrüstung und Gewicht ab. Ein Hughes 300C, eine der verbreiteten späteren Versionen, nutzt typischerweise einen Lycoming HIO-360-D1A mit 190 hp. Die Reisegeschwindigkeit liegt in der Praxis häufig um 75 knots, die Reichweite wird je nach Tankkonfiguration und Reserve mit rund 190 nautical miles angegeben. Die Dienstgipfelhöhe liegt in der Größenordnung von 10.000 feet. Die nutzbare Zuladung variiert nach Leergewicht und installierter Ausrüstung, bei 300C-Flugzeugen ist sie für Schulung mit zwei Personen und Kraftstoff meist ausreichend, für drei Personen jedoch sorgfältig zu rechnen. Charakteristisch sind der Dreiblatt-Hauptrotor, der freiliegende Gitterheckausleger und ein konventionelles Kufenfahrwerk.
Frühe Hughes 269 Varianten sind häufig zweisitzig ausgelegt, spätere 300 und 300C Flugzeuge besitzen meist eine kompakte Kabine mit bis zu drei Sitzen nebeneinander. Die große Verglasung bietet sehr gute Rundumsicht, was für Grundschulung, Schwebeflugtraining und Beobachtungsaufgaben ein wesentlicher Vorteil ist. Der Komfort ist einfach und zweckorientiert, mit begrenztem Stauraum und niedriger Geräuschdämmung im Vergleich zu neueren Mustern. Die Avionik ist bei Gebrauchtflugzeugen sehr unterschiedlich. Typisch sind analoge VFR-Instrumente, Funkgerät, Transponder, Intercom und oft nachgerüstete GPS oder COM/NAV-Geräte von Garmin, BendixKing oder ähnlichen Herstellern. Integrierte Glascockpits wie Garmin G1000 oder Garmin Perspective gehören nicht zur typischen Ausstattung dieser Baureihe.
Beim Kauf eines Hughes 269 / 300 sind Zustand und Dokumentation wichtiger als das Baujahr allein. Käufer sollten Laufzeiten von Hauptrotorblättern, Getrieben, Kupplung, Riemenantrieb, Heckrotor, Motor und lebensdauerbegrenzten Teilen genau prüfen. Ebenso wichtig sind Korrosionskontrolle am Gitterheckausleger, Rissprüfungen, Service Bulletins, AD-Konformität und die Qualität früherer Überholungen. Häufige Varianten sind Hughes 269A, 269B, Hughes 300 und 300C, wobei der 300C wegen stärkerem Motor und dreisitziger Auslegung besonders verbreitet ist. Sinnvolle Upgrades betreffen Funk, Transponder mit Mode S oder ADS-B, GPS, Innenraum und Lack, ersetzen aber keine saubere technische Historie. Im Gebrauchtmarkt positioniert sich die Baureihe meist als kosteneffizienter Trainings und Privat-Hubschrauber unterhalb größerer Turbinenmuster und als Alternative zu anderen leichten Kolbenhubschraubern.