PlaneFox verfolgt 3 zum Verkauf stehende Pitts Model 12 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Pitts Model 12 fliegt etwa 456 nm bzw. rund 845 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std..
Eine Pitts Model 12 kostet etwa EUR 3.435 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 357 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Pitts Model 12 ist ein zweisitziger Kunstflug-Doppeldecker, entworfen von Curtis Pitts und ab den 1990er-Jahren als Experimental Amateur-Built Flugzeug über Pläne und Bausätze verbreitet, insbesondere durch Jim Kimball Enterprises. Der Erstflug erfolgte 1996. Anders als die kleineren Pitts S-1 und S-2 Modelle wurde die Pitts Model 12 um den russischen Sternmotor Vedeneyev M14P herum entwickelt. Dadurch verbindet sie klassische Pitts-Agilität mit deutlich mehr Leistung, markanter Optik und einem anderen Wartungsprofil. Für Käufer ist sie vor allem als kompromissloses Kunstflugzeug mit zwei Sitzen relevant, nicht als Reiseflugzeug.
Typische Pitts Model 12 Exemplare nutzen einen Vedeneyev M14P mit 360 hp, häufig auch einen M14PF mit rund 400 hp. Die Leistungsdaten hängen stark von Bauausführung, Propeller, Verkleidung und Gewicht ab. Als Orientierung gelten Reisegeschwindigkeiten um etwa 150 bis 160 knots, eine Reichweite im Bereich von rund 300 nautical miles und eine Dienstgipfelhöhe, die bei gut gebauten Maschinen um etwa 20.000 feet angegeben wird. Das maximale Abfluggewicht liegt typischerweise bei etwa 2.250 lb, die nutzbare Zuladung variiert je nach Leergewicht erheblich. Die Konstruktion ist auf hohe Rollraten, senkrechte Figuren und positive wie negative Kunstflugbelastungen ausgelegt.
Die Pitts Model 12 hat zwei Sitze in Tandemanordnung, meist mit offener Cockpitanmutung, Windschutzscheiben oder individuell ausgeführten Haubenlösungen. Der vordere Sitz ist für Mitflieger oder Ausbildung nutzbar, die Sicht am Boden bleibt wie bei vielen Spornrad-Doppeldeckern eingeschränkt. Eine einheitliche Werksavionik gibt es nicht. Typische Ausrüstungen sind einfache VFR-Panels mit Funkgerät, Transponder, ADS-B, Intercom, Motormonitor, GPS oder Tablet-Halterung. Integrierte Systeme wie Garmin Perspective oder G1000 sind für dieses Muster nicht typisch.
Beim Kauf zählt weniger das Baujahr als die Qualität des einzelnen Aufbaus. Prüfrelevant sind Bauunterlagen, Testflugphase, Gewichtsdaten, Schwerpunktnachweise, Kunstflugprotokolle, Stoffbespannung, Rohrrahmen, Flügelanschlüsse, Fahrwerk, Steuerseile, Ruderanlenkungen und Korrosionsschutz. Beim M14P oder M14PF sind Kompression, Ölsystem, Zündanlage, Ersatzteilversorgung und Propellerzustand zentrale Punkte. Häufige Upgrades umfassen MT-Propeller, Rauchsystem, moderne Funktechnik, ADS-B, Engine Monitoring und individuell angepasste Hauben oder Verkleidungen. Am Gebrauchtmarkt liegt die Pitts Model 12 als Nischenflugzeug für erfahrene Kunstflugpiloten positioniert, meist günstiger als neue Hochleistungs-Kunstflugzeuge, aber anspruchsvoller in Betrieb und Inspektion als viele zertifizierte Zweisitzer.