PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Glasair GlaStar und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Glasair GlaStar fliegt etwa 520 nm bzw. rund 963 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 43 Min..
Eine Glasair GlaStar kostet etwa EUR 1.516 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 158 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Glasair GlaStar ist ein zweisitziges, als Bausatz geliefertes Hochdeckerflugzeug von Stoddard Hamilton Aircraft, später unter Glasair Aviation weitergeführt. Der Erstflug erfolgte 1994, die Auslieferung von Bausätzen begann Mitte der 1990er Jahre. Das Muster gehört zur Klasse der Experimental Amateur Built Reiseflugzeuge mit Utility Charakter. Es ist nicht mit den schnellen Glasair Tiefdeckern zu verwechseln: Die GlaStar wurde bewusst als gutmütiger, vielseitiger Hochdecker mit robuster Struktur, großer Türöffnung, guter Sicht und optionalem Bugrad oder Spornrad konzipiert.
Typische GlaStar Exemplare fliegen mit Lycoming O 320 oder O 360 Motoren im Bereich von etwa 150 bis 180 PS, wobei einzelne Flugzeuge auch andere zulässige Motorisierungen aufweisen können. Die Reisegeschwindigkeit liegt je nach Motor, Propeller, Fahrwerk und Bauausführung häufig im Bereich von etwa 120 bis 140 knots. Reichweiten um rund 600 bis 700 nautical miles sind bei passenden Tanks und Reiseflugleistung realistisch, sollten aber immer anhand des konkreten Flugzeughandbuchs geprüft werden. Die Dienstgipfelhöhe wird meist um etwa 14.000 feet angegeben. Die Nutzlast variiert stark, weil jedes Flugzeug individuell gebaut wurde, viele Exemplare liegen jedoch grob im Bereich um 700 bis 800 lb.
Die Kabine bietet zwei Sitze nebeneinander und einen vergleichsweise gut nutzbaren Gepäckbereich für ein Flugzeug dieser Klasse. Große Türen und die Hochdeckeranordnung erleichtern den Einstieg und verbessern die Rundumsicht, besonders im Reiseflug und beim Betrieb auf kleineren Plätzen. Eine einheitliche Serienavionik gibt es nicht. Gebrauchte Glasair GlaStar zeigen daher ein breites Spektrum: klassische Rundinstrumente, einfache VFR Ausstattung, IFR taugliche Nachrüstungen sowie moderne Glascockpits von Garmin, Dynon oder Advanced Flight Systems. Garmin Perspective oder G1000 sind für dieses Muster nicht typisch.
Beim Kauf zählt weniger ein Modelljahr als die Qualität des einzelnen Baus. Wichtig sind vollständige Bauunterlagen, saubere Logbücher, aktuelle Wägeberichte, nachvollziehbare Wartung, korrekte Schwerpunktdaten und dokumentierte Änderungen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Fahrwerksausführung, Motorinstallation, Propellerwahl, Kraftstoffsystem, Steuerseile, Klappen, Türen und die Klappflügelmechanik, sofern vorhanden. Häufige Unterschiede betreffen Spornrad oder Bugrad, Festpropeller oder Verstellpropeller, VFR oder IFR Avionik sowie Ausstattungen für kurze Pisten. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich die Glasair GlaStar als vielseitiger zweisitziger Experimental Hochdecker mit guter Reiseleistung, einfacher Platznutzung und stärkerer Individualität als werksgebaute Standardtrainer.