PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Jodel D140 Mousquetaire und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Die Jodel D140 Mousquetaire ist ein französischer einmotoriger Tiefdecker in Holzbauweise, konstruiert von Jean Délémontez und in Serie vor allem von der Société Aéronautique Normande gebaut. Der Erstflug wird allgemein mit 1958 angegeben, die Fertigung lief in den 1960er Jahren, ergänzt durch einzelne selbst gebaute oder später fertiggestellte Exemplare. Die Jodel D140 Mousquetaire ist kein reiner Schulungszweisitzer, sondern ein viersitziges Reise, Arbeits und Schleppflugzeug mit Spornradfahrwerk, ausgeprägter Tragflächenknickform und gutmütigen Kurzfeldeigenschaften. Ihre Bedeutung liegt in der Kombination aus einfacher Struktur, robuster Nutzbarkeit und der Fähigkeit, von Grasplätzen mit begrenzter Infrastruktur zu operieren.
Typisch ist ein Lycoming O-360 Vierzylinder Boxermotor mit 180 hp, meist mit Festpropeller oder je nach Zulassung und Umbau mit angepasster Propellerkonfiguration. Die Reisefluggeschwindigkeit liegt bei vielen Exemplaren etwa im Bereich von 110 bis 120 knots, abhängig von Propeller, Beladung, Fahrwerksverkleidungen und Motorzustand. Die Reichweite wird in der Praxis häufig durch Tankanlage, Reserven und Beladung bestimmt und liegt bei sinnvoller Reiseplanung meist im Bereich mehrerer hundert nautischer Meilen. Die nutzbare Zuladung ist ein zentraler Kaufpunkt: Je nach Bauzustand, Ausstattung und nationaler Zulassung liegen viele Flugzeuge ungefähr im Bereich von 450 bis 550 kg. Die Dienstgipfelhöhe wird typischerweise mit rund 13.000 feet angegeben. Stärken sind Startleistung, Steigvermögen bei moderater Beladung und Betrieb auf unbefestigten Pisten.
Die Kabine ist auf vier Sitze ausgelegt, bei manchen Versionen oder Zulassungen wird die Jodel D140 Mousquetaire als vier bis fünfsitzig beschrieben, wobei die tatsächliche Nutzbarkeit stark von Gewicht und Schwerpunkt abhängt. Der Einstieg, die Sitzposition und die Rundumsicht entsprechen einem klassischen Reiseflugzeug der 1950er Jahre, nicht einem modernen Kunststoffmuster. Ab Werk gab es keine integrierten Glascockpits wie Garmin Perspective oder G1000. Käufer finden meist analoge Grundinstrumentierung, Funk mit 8.33 kHz, Mode S Transponder und häufig nachgerüstete GPS Geräte wie Garmin GNS, GTN, Aera oder vergleichbare Lösungen. Entscheidend ist die saubere Dokumentation aller Avionikänderungen.
Bei der Besichtigung stehen Holzstruktur, Leimfugen, Feuchtigkeitsspuren, Bespannung, Lackzustand, Fahrwerksaufnahmen und Motorhistorie im Vordergrund. Ebenso wichtig sind Propellerlaufzeit, Korrosionsschutz an Beschlägen, Schwerpunktdaten und vollständige Lebenslaufakten. Häufige Unterschiede betreffen D140 Ausführungen, Schleppkupplung, Ski oder Grasplatzausrüstung, Propellerwahl, Funkmodernisierung und Innenraumzustand. Im Gebrauchtmarkt positioniert sich die Jodel D140 Mousquetaire als charaktervolles klassisches Nutzflugzeug für Halter, die Holzbauweise, Spornradbetrieb und handwerkliche Wartung akzeptieren. Gute Exemplare werden weniger nach Baujahr als nach Strukturzustand, Zulassung, Motorreserve und dokumentierter Pflege bewertet.