PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Learjet 55 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Learjet 55 fliegt etwa 2,040 nm bzw. rund 3,778 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 4 Std. 51 Min..
Eine Learjet 55 kostet etwa EUR 70.166 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 3.423 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Der Learjet 55, auch als Longhorn bekannt, ist ein zweistrahliges Business Jet Modell von Gates Learjet, später Teil von Bombardier. Der Erstflug erfolgte 1979, die Serienproduktion lief in den 1980er Jahren. Das Muster gehört zur Kategorie der mittelgroßen Geschäftsreiseflugzeuge und markierte für Learjet einen wichtigen Schritt über die kleineren, schmaleren Modelle hinaus. Charakteristisch sind der größere Rumpfquerschnitt, die aufrecht nutzbarere Kabine und die markanten Winglets, die dem Flugzeug seinen Namen gaben. Für Käufer ist der Learjet 55 relevant, weil er klassische Learjet Leistung mit mehr Kabinenvolumen verbindet.
Der Learjet 55 wird von zwei Garrett, später Honeywell, TFE731-3A-2B Turbofantriebwerken angetrieben. Die typische Reisegeschwindigkeit liegt im Bereich von etwa 430 bis 460 knots, abhängig von Gewicht, Höhe und Leistungssetzung. Die Reichweite wird häufig mit rund 2.000 nautical miles angegeben, operative Planung, Reserven und Beladung können diesen Wert deutlich beeinflussen. Die maximale Dienstgipfelhöhe beträgt 51.000 feet. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 21.500 lb. Die nutzbare Zuladung variiert je nach Ausstattung, Innenausbau und Modifikationen, bei vielen Flugzeugen liegt sie grob im Bereich von etwa 6.000 bis 7.000 lb.
Die Kabine ist für gewöhnlich für sechs bis acht Passagiere eingerichtet, häufig mit Clubbestuhlung, seitlichem Sitz oder kleiner Refreshment Zone und Hecktoilette. Gegenüber früheren Learjet Modellen bietet der Learjet 55 mehr Breite und Kopffreiheit, bleibt aber ein klassischer, kompakter Business Jet dieser Generation. Ab Werk wurden viele Flugzeuge mit Collins Avionik ausgeliefert, oft aus der Pro Line Familie, ergänzt durch analoge Instrumentierung, Autopilot, Funknavigation, DME und Transponder. Auf dem Gebrauchtmarkt sind Nachrüstungen wichtig: verbreitet sind GPS, WAAS fähige Navigatoren, ADS-B Out, aktualisierte Kommunikationsgeräte, Wetterradar und teils modernisierte EFIS Anzeigen.
Beim Kauf eines Learjet 55 zählen Triebwerksstatus, Hot Section und Overhaul Historie, lückenlose Logbücher, Korrosionsprüfungen, Fahrwerkszustand und die Einhaltung von Service Bulletins. Auch Avionikstand, Innenausbau, Lärmvorschriften und Ersatzteilversorgung sollten genau bewertet werden. Zu den wichtigen Varianten gehören Learjet 55B mit Verbesserungen bei Reichweite und Ausstattung sowie Learjet 55C mit Delta Fins zur Verbesserung der Langsamflugeigenschaften. Im Gebrauchtmarkt positioniert sich der Learjet 55 meist als schneller, kabinenstärkerer Klassiker unter den älteren mittelgroßen Jets, mit attraktiven Einstiegspreisen, aber betriebswirtschaftlich stark abhängig von Wartungszustand und Modernisierungsgrad.