PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Learjet 70 / 75 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Learjet 70 / 75 fliegt etwa 2,040 nm bzw. rund 3,778 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 4 Std. 23 Min..
Eine Learjet 70 / 75 kostet etwa EUR 65.817 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 3.049 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Der Learjet 70 / 75 ist die letzte neu zertifizierte Learjet Generation von Bombardier. Die Modelle wurden 2012 vorgestellt, 2013 zugelassen und bis zum Ende der Learjet Produktion 2021 gebaut. Der Learjet 70 basiert auf dem Learjet 40XR, der Learjet 75 auf dem Learjet 45XR, erhielt aber neue Winglets, modernisierte Triebwerke, ein neues Cockpit und eine überarbeitete Kabine. In der Einordnung liegt die Baureihe im oberen Light Jet Segment, mit Leistungswerten, die auch für viele Mittelstreckenprofile relevant sind. Für Käufer ist sie wichtig, weil sie klassische Learjet Geschwindigkeit mit deutlich modernerer Avionik und später Baujahrsstruktur verbindet.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen bei etwa 465 knots true airspeed, die maximale Reise Machzahl wird mit Mach 0,81 angegeben. Die Reichweite beträgt je nach Modell, Zuladung, Reserven und Profil rund 2.000 nautical miles, häufig zitiert sind etwa 2.040 nm für den Learjet 75 unter NBAA IFR Bedingungen. Die Dienstgipfelhöhe liegt bei 51.000 feet. Angetrieben wird der Learjet 70 / 75 von zwei Honeywell TFE731-40BR Turbofantriebwerken mit FADEC. Die Kombination aus hoher Steigleistung, kurzen Reisezeiten und guter Höhenfähigkeit bleibt ein zentrales technisches Merkmal der Baureihe.
Der Learjet 70 ist die kürzere Variante und typischerweise für sechs Passagiere konfiguriert. Der Learjet 75 bietet in der Regel acht Passagiersitze, je nach Layout auch mit belted lavatory. Die Kabine ist schlanker als bei vielen neueren Light Jets, bietet aber eine klare Geschäftsreiseauslegung mit Clubbestuhlung, Arbeitsflächen, Bordküche und extern zugänglichem Gepäckraum. Im Cockpit setzt der Learjet 70 / 75 auf Bombardier Vision, basierend auf Garmin G5000. Dazu gehören große Displays, Touchscreen Controller, synthetische Sicht, moderne FMS Funktionen und integrierte Systemdarstellung. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu älteren Learjet 40XR und 45XR Flugzeugen mit früheren Avionikgenerationen.
Am Gebrauchtmarkt konkurriert der Learjet 70 / 75 mit späten Light Jets und kompakten Mid Jets, häufig über Leistung, Höhe und Geschwindigkeit statt über Kabinenvolumen. Käufer sollten besonders auf Triebwerksprogramme, verbleibende Inspektionsintervalle, Avioniksoftwarestand, ADS-B und FANS oder Data Link Ausrüstung, Kabinenzustand sowie Historie von Betreiber und Wartungszentrum achten. Relevante Varianten sind der Learjet 70, der größere Learjet 75 und der Learjet 75 Liberty, eine spätere Ausführung mit vereinfachter, meist sechssitziger Kabinenkonfiguration. Gut dokumentierte Flugzeuge mit Programmschutz und aktueller Avionik positionieren sich wertstabiler als Maschinen mit fälligen Major Events oder uneinheitlicher Modifikationshistorie.