PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende M22 Voyager und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Magni Gyro M22 Voyager fliegt etwa 325 nm bzw. rund 602 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 55 Min..
Der Magni Gyro M22 Voyager ist ein zweisitziger Tragschrauber des italienischen Herstellers Magni Gyro. Das Muster wurde in den späten 2000er Jahren als Reisemodell in das Programm aufgenommen und ergänzt die offenen Tandemmodelle der Marke um eine stärker auf Streckenflug ausgelegte, geschlossene Ausführung. Anders als der M16 Trainer ist der M22 Voyager nicht primär als Schulflugzeug mit offener Zelle konzipiert, sondern als Tandem-Autogyro mit Wetterschutz, Gepäckraum und Touring-Ausrichtung. Für Käufer ist er interessant, weil er die einfache Betriebslogik eines Tragschraubers mit mehr Komfort und Reichweitenreserve verbindet.
Typische Leistungsdaten hängen von Zulassung, Propeller, Ausrüstung und Beladung ab. In der Praxis liegt die Reisegeschwindigkeit des Magni Gyro M22 Voyager meist im Bereich von etwa 75 bis 90 knots. Die Reichweite wird häufig mit rund 200 bis 250 nautical miles angegeben, abhängig von Tankinhalt, Wind und Reserveplanung. Als Antrieb kommt üblicherweise der Rotax 914 UL zum Einsatz, ein turbogeladener Vierzylinder mit 115 PS. Die maximale Abflugmasse und Nutzlast variieren je nach nationaler Zulassung, viele europäische Exemplare bewegen sich in der 450 kg Klasse. Die Dienstgipfelhöhe wird in Herstellerunterlagen je nach Konfiguration im Bereich mehrerer tausend feet geführt, für den Gebrauchtvergleich sind tatsächliche Beladung und Motorzustand entscheidender als Prospektwerte.
Der M22 Voyager bietet zwei Sitze in Tandemanordnung unter einer geschlossenen Kabinenhaube. Die Sitzpositionen sind hintereinander angeordnet, was die schmale Rumpfform erhält und den Luftwiderstand gegenüber seitlich nebeneinander sitzenden Kabinen-Tragschraubern begrenzt. Die Kabine bietet besseren Schutz vor Wind und Wetter als offene Magni-Modelle, bleibt aber ein leichter Sportflugzeug-Arbeitsplatz mit begrenztem Gepäckvolumen. Typische Avionik ist VFR-orientiert: Funkgerät, Transponder, Motorüberwachung, Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer, Kompass oder GPS. Viele gebrauchte Exemplare wurden mit tragbaren GPS-Geräten, kleinen EFIS-Anzeigen, Intercoms oder Mode-S-Transpondern nachgerüstet. Garmin Perspective oder G1000 sind für dieses Muster nicht typisch.
Beim Kauf eines gebrauchten Magni Gyro M22 Voyager zählen besonders Wartungshistorie, Rotorzustand, Rotax-914-Betriebsstunden, Turboladerpflege, Propellerzustand und Nachweis der vorgeschriebenen Inspektionen. Käufer sollten außerdem prüfen, ob die Eintragung, Lärmdokumentation und Ausrüstung zur gewünschten nationalen Betriebsart passen. Sinnvolle Upgrades sind moderne Funkgeräte mit 8,33 kHz Raster, Mode-S-Transponder, zuverlässige Motorüberwachung und gepflegte Kabinenhaube. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich der M22 Voyager oberhalb einfacher offener Tragschrauber, aber meist unter größeren, seitlich nebeneinander sitzenden Kabinenmodellen. Sein Wert hängt stark von Pflegezustand, Avionik, Motorlaufzeit und dokumentierter Historie ab.