PlaneFox verfolgt 4 zum Verkauf stehende PZL-101 Gawron und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine PZL-101 Gawron fliegt etwa 283 nm bzw. rund 524 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 46 Min..
Eine PZL-101 Gawron kostet etwa EUR 2.317 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 250 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die PZL-101 Gawron ist ein polnisches Mehrzweckflugzeug von WSK PZL Warszawa Okęcie, entwickelt auf Basis der Jakowlew Jak-12M, jedoch mit wesentlichen polnischen Änderungen an Zelle, Tragwerk und Ausrüstung. Der Erstflug erfolgte 1958, die Serienfertigung lief ab 1960 bis in die späten 1960er Jahre. Die PZL-101 Gawron wurde als Verbindungsflugzeug, Schulflugzeug, Ambulanzflugzeug und Agrarflugzeug eingesetzt. Für Käufer ist sie vor allem als robustes, einfach aufgebautes Spornradflugzeug mit STOL ähnlichen Eigenschaften und historischer osteuropäischer Herkunft relevant.
Typisch ist der luftgekühlte, neunzylindrige Sternmotor Ivchenko AI-14R mit rund 260 PS. Die Reisegeschwindigkeit liegt je nach Ausführung, Propeller, Beladung und Zustand meist im Bereich um 80 bis 85 knots, die Höchstgeschwindigkeit wird in zeitgenössischen Unterlagen etwa bei 95 knots angegeben. Die Reichweite liegt in der Größenordnung von rund 190 nautical miles. Die maximale Abflugmasse beträgt etwa 1.600 kg, bei einem Leergewicht um 1.050 kg ergibt sich eine nutzbare Zuladung von ungefähr 550 kg, abhängig von Ausstattung und Zulassung. Die Dienstgipfelhöhe wird mit etwa 13.000 feet angegeben. Charakteristisch sind feste Fahrwerke, Spornradkonfiguration, Hochdeckerlayout und eine auf einfache Wartung ausgelegte Struktur.
Die Kabine ist zweckmäßig und für bis zu vier Personen ausgelegt, typischerweise Pilot und drei Passagiere. In landwirtschaftlichen oder Spezialausführungen kann die Innenausstattung abweichen, etwa mit Vorrichtungen für Sprüh oder Streuausrüstung statt regulärer Passagierbestuhlung. Die Sicht aus dem Hochdecker ist gut, der Einstieg und die Ergonomie entsprechen jedoch eher Arbeitsflugzeugen der 1950er Jahre als modernen Reiseflugzeugen. Originale Avionik ist einfach und meist analog. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich häufig nachgerüstete Funkgeräte, Transponder, Intercoms und GPS Handgeräte oder Panel GPS. Integrierte Glascockpits wie Garmin G1000 oder Garmin Perspective gehören nicht zur typischen Ausstattung der PZL-101 Gawron.
Beim Kauf stehen Zustand der Stahlrohrstruktur, Bespannung, Korrosionsschutz, Fahrwerksaufnahmen, Tragflächenanschlüsse und die Dokumentation früherer Agrar oder Schulnutzung im Mittelpunkt. Ebenso wichtig sind Motorlaufzeit, Ersatzteilversorgung für den AI-14R, Propellerzustand und die Verfügbarkeit erfahrener Werkstätten. Varianten wie die PZL-101A unterscheiden sich in Details der Ausrüstung und Nutzbarkeit. Sinnvolle Upgrades betreffen meist Funk, Transponder, ELT, Verkabelung, Instrumentierung und Innenraum, weniger die Grundkonzeption. Im Markt für gebrauchte Flugzeuge positioniert sich die PZL-101 Gawron als seltenes klassisches Arbeitsflugzeug, interessant für Sammler, Betreiber historischer Flugzeuge und Käufer, die ein einfaches, belastbares Spornradmuster suchen.