PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Fournier RF-6 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Fournier RF-6 kostet etwa EUR 1.488 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 152 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Fournier RF-6 ist ein zweisitziges, einmotoriges Leichtflugzeug des französischen Konstrukteurs René Fournier. Der Typ flog erstmals 1974, die Fertigung erfolgte in kleinen Stückzahlen in den 1970er Jahren, unter anderem bei Sportavia-Pützer in Deutschland. Anders als die bekannten Fournier-Motorsegler RF-4 und RF-5 ist die RF-6 als Schul-, Reise- und Kunstflugzeug mit niedrigem Flügel, Bugradfahrwerk und konventioneller Steuerung ausgelegt. Ihre Bedeutung liegt vor allem in der Verbindung aus einfacher Technik, Kunstflugtauglichkeit und gutmütigem Handling, außerdem diente die RF-6B als Ausgangspunkt für die spätere Slingsby T67 Firefly.
Typische RF-6B-Ausführungen werden von einem Lycoming O-235-Vierzylinder-Boxermotor mit 115 hp angetrieben. Die Reisegeschwindigkeit liegt je nach Propeller, Beladung und Zustand ungefähr im Bereich um 110 knots. Die Reichweite wird in zeitgenössischen Datenblättern typischerweise mit rund 400 bis 450 nautical miles angegeben. Die Dienstgipfelhöhe liegt etwa bei 13.000 feet. Die Nutzlast ist für zwei Personen, Kraftstoff und begrenztes Gepäck ausgelegt, bleibt jedoch ein zentraler Prüfpunkt, weil Ausrüstung, Lackierung und spätere Avionikänderungen das Leergewicht spürbar beeinflussen können. Die RF-6 ist für grundlegenden Kunstflug konzipiert, Betriebsgrenzen und zulässige Manöver hängen aber von Musterzulassung, Variante und Flughandbuch ab.
Die Kabine bietet zwei Sitze nebeneinander unter einer großzügigen Haube, mit guter Sicht nach vorn und zu den Seiten. Das Cockpit ist einfach, schmaler als bei vielen modernen Trainern, aber funktional für Schulung, Vereinsbetrieb und kurze Reiseflüge. Ab Werk waren klassische Rundinstrumente, VHF-Funk und einfache Navigationsausrüstung üblich. Gebrauchte Flugzeuge tragen heute häufig modernisierte VFR-Panels mit 8,33-kHz-Funk, Mode-S-Transponder, tragbarem oder fest eingebautem GPS, teilweise auch elektronischen Horizonten oder Motorüberwachung. Integrierte Glascockpits wie Garmin G1000 oder Garmin Perspective gehören nicht zur typischen RF-6-Ausstattung.
Beim Kauf einer Fournier RF-6 stehen Strukturzustand, Dokumentation und Motorhistorie im Vordergrund. Besonders wichtig sind Nachweise zu Holzstruktur, Verklebungen, Feuchtigkeitsschutz, Haube, Fahrwerk, Steuerseilen und Beschlägen sowie die Einhaltung aller Lufttüchtigkeitsanweisungen. Bei kunstflugtauglich genutzten Flugzeugen sollten Logbücher, Lastvielfachengrenzen und eventuelle harte Landungen sorgfältig geprüft werden. Häufige Marktunterschiede betreffen RF-6B-Varianten, Propeller, Funkstandard, Transponder, Lackzustand und zugelassene Avionik. Im Gebrauchtmarkt positioniert sich die RF-6 als seltenes, charaktervolles zweisitziges Schul- und Sportflugzeug, meist günstiger als viele moderne Kunstflugtrainer, aber mit stärkerer Abhängigkeit von Teileversorgung, Prüfererfahrung und sauberer Historie.