PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Kestrel H-401 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Glasfluegel Kestrel H-401 kostet etwa EUR 442 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 35 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Glasfluegel Kestrel H-401 ist ein einsitziges Hochleistungs-Segelflugzeug der offenen Klasse, entwickelt von Glasflügel in Deutschland. Der Erstflug fand 1968 statt, die Serienfertigung lief hauptsächlich von Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre. Die H-401 war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung moderner Kunststoff-Segelflugzeuge: 17 Meter Spannweite, Wölbklappen, einziehbares Fahrwerk und Wasserballast machten sie zu einem ernsthaften Wettbewerbsflugzeug ihrer Zeit. Für Käufer ist sie heute vor allem als klassischer Glasfaser-Segler mit guter Streckenleistung und überschaubarer Technik interessant.
Die Kestrel H-401 hat keinen Motor, daher gibt es kein Triebwerk, keine Motorreisegeschwindigkeit und keine feste Reichweite im Sinne eines Motorflugzeugs. Ihre nutzbare Reichweite hängt von Wetter, Thermik, Pilotenerfahrung und Ballastierung ab. Die Spannweite beträgt 17,0 m, die Länge etwa 6,6 m. Das maximale Gleiten liegt je nach Quelle und Konfiguration bei rund 43:1 bis 44:1. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt typischerweise bei etwa 250 km/h, rund 135 knots. Das maximale Abfluggewicht wird häufig mit etwa 454 kg angegeben, bei einer Leermasse um etwa 250 kg. Daraus ergibt sich eine nutzbare Zuladung von ungefähr 200 kg, einschließlich Pilot, Ausrüstung und Wasserballast. Eine feste Dienstgipfelhöhe ist für dieses Segelflugzeug nicht praxisrelevant, die erreichbare Höhe richtet sich nach Luftraum, Wetter und Sauerstoffausrüstung.
Die Kabine ist für einen Piloten ausgelegt, mit liegender bis halbliegender Sitzposition, langer Haube und guter Sicht für Thermikflug und Streckenflug. Der Platz ist typisch für Segelflugzeuge dieser Epoche: funktional, aber nicht großzügig. Ab Werk gab es keine integrierten Avioniksysteme wie Garmin Perspective oder G1000. Üblich sind klassische Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer, Kompass und Funkgerät. Viele heute angebotene Flugzeuge wurden mit modernen Segelflugrechnern, GNSS-Loggern, FLARM, 8,33-kHz-Funk und teils Transponder nachgerüstet.
Beim Kauf einer Glasfluegel Kestrel H-401 zählen Zustand und Dokumentation mehr als Baujahr allein. Wichtig sind lückenlose Wartungsunterlagen, Nachweise zu Lufttüchtigkeitsanweisungen, Zustand von Rumpf, Tragflächen, Holmstruktur, Wölbklappen, Fahrwerk, Steuerung und Wasserballastsystem. Gelcoat-Alterung, Haubenzustand, Undichtigkeiten und die Qualität früherer Reparaturen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Häufige wertsteigernde Upgrades sind moderne Instrumentierung, FLARM, zeitgemäßer Funk, ein gut erhaltener Anhänger und saubere Oberflächen. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich die H-401 als historisch bedeutender Leistungssegler für Käufer, die klassische offene Klasse mit beherrschbaren Betriebskosten suchen.