PlaneFox verfolgt 2 zum Verkauf stehende Standard Libelle H-201 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Glasfluegel Standard Libelle H-201 kostet etwa EUR 212 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 17 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Glasfluegel Standard Libelle H-201 ist ein einsitziges Segelflugzeug der 15-Meter-Standardklasse, entwickelt und gebaut von Glasflügel in Deutschland. Der Erstflug fand 1967 statt, die Serienfertigung lief bis in die erste Hälfte der 1970er Jahre. Als frühes GFK-Leistungssegelflugzeug spielte die H-201 eine wichtige Rolle beim Übergang von Holz und Metall zu faserverstärkten Kunststoffen im Wettbewerbsegelflug. Sie ist nicht mit der Open Libelle H-301 zu verwechseln, sondern wurde gezielt für die Standardklasse ohne Wölbklappen ausgelegt.
Die Glasfluegel Standard Libelle H-201 hat 15,0 m Spannweite und eine für ihre Zeit sehr saubere aerodynamische Auslegung. Das beste Gleiten liegt bei etwa 38:1, typischerweise bei rund 90 km/h, die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird in vielen Handbüchern mit 250 km/h angegeben. Die Leermasse liegt je nach Ausrüstung ungefähr um 210 kg, die maximale Abflugmasse bei etwa 350 kg, womit Nutzlast für Pilot, Ausrüstung und gegebenenfalls Ballast begrenzt bleibt. Eine klassische Reichweite oder Dienstgipfelhöhe gibt es nicht, da es sich um ein reines Segelflugzeug ohne Triebwerk handelt. Überlandleistung und erreichbare Höhen hängen von Wetter, Sauerstoffausrüstung, Beladung und Pilotentechnik ab.
Die Kabine ist ein schmaler Einsitzer mit liegender Segelflug-Sitzposition, guter Rundumsicht durch die große Haube und begrenztem Platz für größere Piloten. Die H-201 ist grundsätzlich einfach aufgebaut: Steuerknüppel, Pedale, Bremsklappenhebel, Fahrwerks und Schleppkupplungsbedienung je nach Ausführung und Ausrüstung. Originale Instrumentierungen bestanden meist aus Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer, Kompass und Funk. Auf dem Gebrauchtmarkt sind heute häufig Nachrüstungen wie modernes 8,33-kHz-Funkgerät, FLARM, GPS-Logger, Segelflugrechner, elektronische Variometer und teils Transponder zu finden. Systeme wie Garmin Perspective oder G1000 sind für dieses Muster nicht typisch.
Beim Kauf einer Glasfluegel Standard Libelle H-201 zählen Zustand und Dokumentation stärker als Baujahr. Wichtig sind lückenlose Bordbücher, gültige Lufttüchtigkeitsunterlagen, Reparaturnachweise, Wägebericht und der Zustand des Anhängers. Besonderes Augenmerk verdienen GFK-Struktur, Gelcoat, Haubenrahmen, Steueranschlüsse, Bremsklappen, Fahrwerk, Radbremse, Kupplungen und mögliche Undichtigkeiten des Ballastsystems, falls vorhanden. Viele Exemplare wurden instrumentell modernisiert, was den praktischen Nutzwert erhöht, aber sauber dokumentiert sein sollte. Im Markt liegt die H-201 meist als klassisches Club und Privatflugzeug für Piloten, die ein leichtes, effizientes 15-Meter-Segelflugzeug mit historischer Bedeutung und überschaubaren Betriebskosten suchen.