PlaneFox verfolgt 3 zum Verkauf stehende Learjet 23 / 24 / 25 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Learjet 23 / 24 / 25 fliegt etwa 1,591 nm bzw. rund 2,947 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 3 Std. 32 Min..
Eine Learjet 23 / 24 / 25 kostet etwa EUR 88.450 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 4.158 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Learjet 23 / 24 / 25 Familie stammt von Lear Jet, später Gates Learjet, und bildet die erste Generation der zivilen Learjet Business Jets. Der Learjet 23 flog erstmals 1963 und wurde ab 1964 ausgeliefert. Der Learjet 24 folgte 1966 als weiterentwickelte, nach strengeren Transportflugzeugstandards zugelassene Version. Der verlängerte Learjet 25 flog ebenfalls 1966 erstmals und blieb bis Anfang der 1980er Jahre in Produktion. Die Baureihe ist ein leichter zweistrahliger Business Jet für zwei Piloten und typischerweise sechs bis acht Passagiere. Ihre Bedeutung liegt in der frühen Definition des schnellen, hoch fliegenden Geschäftsreiseflugzeugs mit relativ kompakter Zelle.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen je nach Modell, Gewicht und Flughöhe im Bereich von etwa 430 bis 460 knots. Die Reichweite variiert deutlich nach Variante, Reserven und Kabinenlast, häufig werden für die Learjet 24 und Learjet 25 Werte um etwa 1.200 bis 1.600 nautical miles genannt. Der Learjet 23 ist in der Regel kürzer reichend. Die Dienstgipfelhöhe beträgt beim Learjet 23 bis 45.000 feet, bei Learjet 24 und Learjet 25 bis 51.000 feet. Als Triebwerke dienen General Electric CJ610 Turbojets, je nach Variante unter anderem CJ610-4, CJ610-6 oder CJ610-8. Die nutzbare Zuladung liegt modellabhängig grob im Bereich von rund 5.000 bis 7.000 lb, muss aber immer anhand des konkreten Leergewichts, der Zusatzausrüstung und der Treibstoffplanung bewertet werden.
Die Kabine ist schmal und niedrig im Vergleich zu späteren Light Jets, bietet aber eine klassische Club oder gemischte Bestuhlung. Der Learjet 23 ist am kompaktesten, der Learjet 25 bietet durch den gestreckten Rumpf mehr Kabinenlänge und ist am häufigsten mit sechs bis acht Passagiersitzen anzutreffen. Toilettenlösungen und Gepäckkapazität sind je nach Ausführung begrenzt. Ab Werk waren analoge Cockpits mit zeittypischer Collins, Bendix/King oder Sperry Avionik üblich. Moderne Gebrauchtflugzeuge können GPS Navigatoren wie Garmin GNS oder GTN, aktualisierte Transponder, ADS-B Ausrüstung, Wetterradar und einzelne digitale Anzeigen besitzen. Eine integrierte Garmin Perspective oder G1000 Suite gehört nicht zur typischen Originalausstattung dieser Baureihe.
Beim Kauf stehen Zustand, Dokumentation und Betriebsprofil im Vordergrund. Wichtig sind Triebwerkszeiten, Hot Section und Overhaul Status, Korrosionsbefunde, Fahrwerk, Druckkabine, Kraftstoffsysteme, Enteisung, Avionikstand und Einhaltung von Service Bulletins oder Airworthiness Directives. Der Learjet 24 ist wegen seiner Zulassungsbasis und Hochflugeigenschaften historisch besonders interessant, der Learjet 25 wegen der längeren Kabine praktischer. Varianten wie Learjet 24D, 24E, 24F sowie Learjet 25B, 25C und 25D unterscheiden sich bei Tankkapazität, Leistung und Betriebseinschränkungen. Im Gebrauchtmarkt positionieren sich diese Flugzeuge meist als klassische, sehr schnelle Light Jets mit niedrigerem Einstiegspreis, aber potenziell hohen Betriebs, Lärm, Treibstoff und Instandhaltungskosten.