PlaneFox verfolgt 4 zum Verkauf stehende Pilatus P2 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Pilatus P2 fliegt etwa 467 nm bzw. rund 865 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 2 Std. 50 Min..
Die Pilatus P2 ist ein zweisitziges Schulflugzeug des Schweizer Herstellers Pilatus Aircraft. Der Erstflug erfolgte 1945, die Serienfertigung lief in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre. Entwickelt wurde die Pilatus P2 als Fortgeschrittenentrainer für die Schweizer Flugwaffe, mit Tandemsitzen, Einziehfahrwerk und einem Kolbenmotor in klassischer Tiefdecker Auslegung. Ihre Bedeutung liegt weniger in großen Stückzahlen als in ihrer Rolle als frühes Pilatus Militärflugzeug und als Bindeglied zwischen Schulflugzeugen der Kriegszeit und späteren Schweizer Trainingsmustern.
Die Pilatus P2 wird typischerweise von einem Argus As 410, einem luftgekühlten Zwölfzylinder Reihenmotor in umgekehrter V Anordnung, mit rund 465 hp angetrieben. Die Reisegeschwindigkeit liegt je nach Zustand, Propeller und Betriebsprofil ungefähr im Bereich von 130 bis 145 knots. Die Reichweite wird häufig mit rund 400 nautical miles angegeben, der Dienstgipfel liegt bei etwa 21.000 feet. Das maximale Abfluggewicht liegt in der Größenordnung von 1.950 kg, bei einem Leergewicht um 1.340 kg, was eine nutzbare Zuladung von ungefähr 600 kg ergibt. Käufer sollten beachten, dass historische Daten je nach Quelle, Ausrüstung und Zulassung abweichen können.
Die Kabine ist funktional und militärisch geprägt. Zwei Personen sitzen hintereinander unter einer langen Haube, mit guter Sicht für Schulung, Formation und klassische Warbird Nutzung. Komfort, Geräuschdämmung und Heizung entsprechen nicht modernen Reiseflugzeugen, sondern einem Trainer der 1940er Jahre. Eine Garmin Perspective oder ein Garmin G1000 gehört nicht zur typischen Ausstattung der Pilatus P2. Erhaltene Flugzeuge besitzen meist eine Mischung aus originalen Rundinstrumenten und nachgerüsteter Funk, Transponder, Intercom und teils tragbarer oder fest eingebauter GPS Navigation. Entscheidend ist, ob die Avionik zur jeweiligen nationalen Zulassung und zum geplanten Einsatz passt.
Am Gebrauchtmarkt ist die Pilatus P2 ein historisches Liebhaberflugzeug, kein effizienter Reiseflieger. Bewertungsrelevant sind Motorzustand, Propeller, Fahrwerk, Korrosionsschutz, Dokumentation, Ersatzteilzugang und die Qualität früherer Restaurierungen. Besonders wichtig sind lückenlose Logbücher, Nachweise über Strukturarbeiten und klare Angaben zur Zulassung als historisches, experimentelles oder nationales Sonderluftfahrzeug. Häufige Unterschiede betreffen zivile Umbauten, Lackierungen im Schweizer Militärstil, moderne Funkgeräte und Sicherheitsnachrüstungen. Preislich positioniert sich die Pilatus P2 unter vielen bekannten Jagdflugzeug Warbirds, aber deutlich spezieller als gängige Oldtimer Trainer, da Wartung, Teileversorgung und fachkundige Betreuung den langfristigen Besitz stark prägen.