PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Pilatus PC-9 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Pilatus PC-9 fliegt etwa 860 nm bzw. rund 1,593 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 2 Std. 53 Min..
Die Pilatus PC-9 ist ein zweisitziges Turboprop-Schulflugzeug von Pilatus Aircraft aus der Schweiz. Der Erstflug fand am 7. Mai 1984 statt, die Serienfertigung lief ab Mitte der 1980er Jahre und endete nach späteren PC-9M Lieferungen im Jahr 2017. Konzipiert wurde die PC-9 als fortgeschrittener Militärtrainer für die Ausbildung vor Jet-Trainern, mit Kunstflugfähigkeit, Tandemsitzanordnung und militärischer Cockpitlogik. Sie ist klar von der PC-7 und von der späteren PC-21 zu unterscheiden. Ihre Bedeutung liegt vor allem in der weiten Nutzung durch Luftstreitkräfte, unter anderem in Australien, der Schweiz, Slowenien, Kroatien, Irland und Thailand, sowie in ihrer Rolle als technische Grundlage für die Beechcraft T-6 Texan II.
Die PC-9 wird von einer Pratt & Whitney Canada PT6A-62 Turbine mit etwa 1.150 shp angetrieben, gekoppelt mit einem Vierblatt-Propeller. Typische Leistungsdaten liegen bei einer Reisegeschwindigkeit von rund 290 bis 300 knots, mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 320 knots, abhängig von Konfiguration und Betriebsgrenzen. Die Reichweite wird in vielen Betreiberangaben mit ungefähr 850 bis 900 nautical miles genannt. Die Dienstgipfelhöhe beträgt etwa 38.000 feet. Das maximale Abfluggewicht liegt typischerweise bei rund 3.200 kg, die nutzbare Zuladung variiert stark mit Schleudersitzen, Avionik, Außenlaststationen und militärischer Ausrüstung.
Die PC-9 hat ein druckbelüftetes Tandemcockpit für Fluglehrer und Schüler, üblicherweise mit Martin-Baker Schleudersitzen. Die Sicht ist für Ausbildung, Formationsflug und Kunstflug ausgelegt, nicht für Reisekomfort. Zivile Kabinenmerkmale wie Club Seating oder Gepäckraum spielen praktisch keine Rolle. Die Avionik ist je nach Baujahr und Betreiber sehr unterschiedlich: frühe Flugzeuge besitzen überwiegend analoge Instrumentierung, spätere PC-9M und modernisierte Flotten erhielten EFIS-Elemente, GPS, Funknavigation, Transponder-Upgrades und teils HUD- oder Missionssysteme. Garmin G1000 oder Garmin Perspective sind nicht typisch für die PC-9.
Am Gebrauchtmarkt ist die Pilatus PC-9 ein Spezialflugzeug, meist mit militärischer Vorgeschichte. Käufer sollten Logbücher, Lebenslaufakten, Strukturstunden, Kunstflug- und Trainingszyklen, Triebwerkszustand, Propellerlaufzeiten, Schleudersitzfristen und die Verfügbarkeit von PC-9-spezifischen Teilen genau prüfen. Wichtig sind außerdem zivile Zulassung, Lärmvorschriften, Versicherung, Wartungsbetrieb und Exportkontrollen. Relevante Varianten sind die ursprüngliche PC-9, die in Australien gebaute PC-9/A und die verbesserte PC-9M mit aerodynamischen und avionischen Änderungen. Preislich positioniert sich die PC-9 deutlich oberhalb einfacher Warbird-Trainer, aber unter modernen militärischen Turboprop-Trainern wie der PC-21.