PlaneFox verfolgt 3 zum Verkauf stehende Bell 212 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Bell 212 fliegt etwa 243 nm bzw. rund 450 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 1 Std. 58 Min..
Eine Bell 212 kostet etwa EUR 15.390 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 1.231 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Bell 212 ist ein zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber von Bell Helicopter, abgeleitet aus der militärischen UH-1N Twin Huey. Der Erstflug erfolgte 1968, die zivile Zulassung folgte 1970. Gebaut wurde das Muster über mehrere Jahrzehnte, unter anderem für zivile Betreiber, Behörden, Streitkräfte und Offshore-Unternehmen. In der Kategorie mittlerer Utility-Hubschrauber ist die Bell 212 vor allem deshalb relevant, weil sie die einfache, robuste Grundarchitektur der Huey-Familie mit einem Twin-Turbine-Antrieb verbindet. Für Käufer zählt sie bis heute als Arbeitshubschrauber für Transport, Feuerbekämpfung, Such- und Rettungsdienst, Versorgung abgelegener Standorte und Spezialmissionen.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen je nach Ausrüstung, Gewicht und Einsatzprofil bei etwa 100 bis 110 knots. Die Reichweite wird häufig im Bereich von rund 230 nautical miles angegeben, abhängig von Tankkonfiguration, Reserve und Nutzlast. Der Antrieb besteht aus einem Pratt & Whitney Canada PT6T Twin-Pac, einer gekoppelten Zweiturbinenanlage, die eine gemeinsame Abtriebswelle antreibt. Die maximale Außenlast am Lasthaken beträgt bei entsprechend ausgerüsteten Maschinen bis zu 5.000 lb. Die Dienstgipfelhöhe liegt in veröffentlichten Daten bei etwa 17.400 feet. In der Praxis sind Hot-and-high-Leistung, Schwerpunktlage, verbautes Missionsgerät und Restlebensdauer der dynamischen Komponenten entscheidender als reine Prospektwerte.
Die Bell 212 bietet eine breite, gut zugängliche Kabine mit großen Schiebetüren und flexibler Bestuhlung. Üblich sind Konfigurationen mit ein oder zwei Piloten und bis zu 13 Passagieren, alternativ medizinische, Fracht- oder Missionsausbauten. Das Kabinenlayout ist funktional, nicht auf Business-Komfort ausgelegt. Viele gebrauchte Exemplare stammen aus Behörden-, Offshore- oder Utility-Betrieb und besitzen entsprechend zweckorientierte Innenräume. Avionikseitig sind ältere analoge Cockpits verbreitet. Modernisierte Maschinen können GPS/NAV/COM-Systeme von Garmin, etwa GNS- oder GTN-Geräte, digitale Audiopanels, Transponder mit ADS-B, Wetterradar, HTAWS, moderne Funkgeräte und teils EFIS-Nachrüstungen besitzen. Garmin Perspective oder G1000 gehören nicht zur typischen Bell 212-Werksausstattung.
Beim Kauf einer Bell 212 stehen technische Historie und Einsatzprofil im Vordergrund. Wichtig sind lückenlose Logbücher, Status der Hauptrotorblätter, Getriebe, Triebwerksmodule, Freiläufe, Heckrotorantrieb und anderer lebensdauerbegrenzter Teile. Frühere Offshore-, Feuerlösch- oder Lastenflug-Einsätze sollten genau geprüft werden, ebenso Korrosionsschutz, Strukturreparaturen und STC-Installationen. Häufige wertrelevante Upgrades sind Fast-Fin- oder Strake-Kits, verbesserte Avionik, Außenlasthaken, Rettungswinde, Zusatztanks, Feuerlöschanlage oder medizinische Ausstattung. Am Gebrauchtmarkt positioniert sich die Bell 212 als bewährter, tragfähiger Utility-Hubschrauber mit höherem Wartungs- und Betriebskostenprofil als leichte Muster, aber deutlich mehr Kabinenvolumen, Nutzlast und Missionsflexibilität.