PlaneFox verfolgt 1 zum Verkauf stehende Bell 222 / 230 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Bell 222 / 230 fliegt etwa 378 nm bzw. rund 700 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 2 Std. 42 Min..
Eine Bell 222 / 230 kostet etwa EUR 16.470 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 1.318 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Bell 222 / 230 ist ein zweimotoriger Leichthubschrauber bis mittlerer Hubschrauber für Geschäftsreise, Utility, Polizei und Rettungsdienst. Die Bell 222 flog erstmals 1976, erhielt Ende der 1970er Jahre die Zulassung und wurde ab 1980 ausgeliefert. Die weiterentwickelte Bell 230 folgte Anfang der 1990er Jahre und blieb bis Mitte der 1990er Jahre in Produktion, bevor die größere Bell 430 die Linie fortsetzte. Für Käufer ist die Baureihe interessant, weil sie eine drucklose, aber komfortable Kabine, IFR Fähigkeit in vielen Exemplaren und ein vergleichsweise klassisches Wartungsumfeld kombiniert.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen je nach Variante, Gewicht und Ausrüstung etwa im Bereich von 125 bis 140 knots. Die praxisnahe Reichweite bewegt sich häufig um 300 nautical miles, mit Reserven und missionsabhängiger Beladung entsprechend weniger. Die Dienstgipfelhöhe wird bei der Bell 222 je nach Version im Bereich um 12.000 feet angegeben, die Bell 230 liegt höher, typischerweise bis etwa 15.000 feet. Die Bell 222 nutzt Lycoming LTS101 Turbinen, bei späteren 222B Versionen mit höherer Leistung. Die Bell 230 erhielt Allison 250 C30G Triebwerke, heute Rolls Royce M250, und gilt deshalb als technisch eigenständige Weiterentwicklung innerhalb derselben Kabinenklasse. Die nutzbare Zuladung variiert stark mit Innenausbau, Avionik, Rettungsausrüstung und Zusatztanks.
Die Kabine ist in der Regel für einen oder zwei Piloten und bis zu sechs oder sieben Passagiere ausgelegt. Corporate Innenräume bieten Club Seating, seitliche Verkleidungen und Schallschutz, während EMS Konfigurationen Tragen, medizinische Konsolen und Außenlast oder Suchscheinwerferausrüstung tragen können. Die Bell 222 hat meist ein einziehbares Fahrwerk, die 222UT ist die wichtige Ausnahme mit Kufenlandegestell. Typische Cockpits sind analog oder teilmodernisiert, häufig mit Bendix King oder Collins IFR Ausstattung, Wetterradar, Radarhöhenmesser und Autopilot. Garmin GNS oder GTN Nachrüstungen sind verbreitet, ein Garmin G1000 oder Garmin Perspective ist bei dieser Baureihe nicht die typische Werksausstattung.
Beim Kauf stehen Triebwerkszustand, Getriebe und Komponentenlaufzeiten, Blattzustand, Korrosionsbefund, Avionikstatus und lückenlose Logbücher im Vordergrund. Besonders wichtig sind Nachweise zu Service Bulletins, STCs, Rettungsdienstumbauten und eventuellen Rückrüstungen. Die Bell 222A, 222B und 222UT unterscheiden sich deutlich bei Leistung, Fahrwerk und Einsatzprofil. Die Bell 230 wird am Markt meist höher eingeordnet, vor allem wegen der M250 Triebwerke und der späteren Baujahre. Insgesamt positioniert sich die Bell 222 / 230 als gebrauchte zweimotorige IFR Plattform mit klassischem Corporate Charakter, aber mit Wartungsanforderungen, die eine sorgfältige Vorprüfung durch Bell erfahrene Techniker rechtfertigen.