PlaneFox verfolgt 4 zum Verkauf stehende Learjet 35 / 36 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Learjet 35 / 36 fliegt etwa 2,708 nm bzw. rund 5,015 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 5 Std. 54 Min..
Eine Learjet 35 / 36 kostet etwa EUR 61.131 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 3.062 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Der Learjet 35 / 36 ist ein zweistrahliger Light Jet von Learjet, entwickelt aus der Learjet 25 Familie und wesentlich geprägt durch den Wechsel auf sparsamere Garrett, später Honeywell, TFE731 Turbofans. Der Erstflug des Learjet 35 erfolgte 1973, die Serienproduktion lief bis 1994. Das Muster bedient die klassische Rolle eines schnellen Geschäftsreiseflugzeugs für kurze bis mittlere Strecken, wurde aber auch für Ambulanz, Regierungs, Trainings und Spezialmissionen genutzt. Seine Bedeutung im Gebrauchtmarkt liegt in der Kombination aus hoher Reisegeschwindigkeit, bewährter Struktur und breiter Betreibererfahrung über mehrere Jahrzehnte.
Typische Reisegeschwindigkeiten liegen im Bereich von etwa 430 bis 450 knots, abhängig von Gewicht, Höhe und Triebwerkszustand. Die Dienstgipfelhöhe beträgt 45.000 feet. Der Learjet 35A wird häufig mit einer Reichweite von rund 2.000 nautical miles angegeben, während der Learjet 36A durch zusätzliche Kraftstoffkapazität und eine kürzere Kabine auf etwa 2.200 nautical miles kommt. Die nutzbare Zuladung variiert nach Ausrüstung und Umbauten, liegt bei vielen Exemplaren aber ungefähr im Bereich um 6.000 lb. Angetrieben wird das Muster von zwei TFE731 Turbofans, beim 35A und 36A typischerweise TFE731-2-2B mit je etwa 3.500 lbf Schub.
Der Learjet 35 ist üblicherweise für sechs bis acht Passagiere konfiguriert, je nach Club Seating, Seitensitz und Einbauten. Der Learjet 36 bietet wegen des größeren Tankvolumens weniger Kabinenlänge und wird oft mit weniger Sitzen betrieben. Die Kabine ist schmaler als bei neueren Light Jets, bietet jedoch eine typische Learjet Sitzanordnung mit niedriger Einstiegshöhe und separatem Gepäckbereich. Ab Werk und in frühen Modernisierungen finden sich häufig Collins Avionik, analoge Instrumentierung und klassische Autopiloten. Im Markt sind viele Flugzeuge mit Garmin GNS oder GTN Navigatoren, WAAS, ADS-B Out, RVSM Ausrüstung, modernen Transpondern, TAWS, TCAS und teils Garmin G500 oder G600 TXi Displays nachgerüstet.
Beim Kauf zählen vor allem Triebwerksstatus, Hot Section und Overhaul Historie, vollständige Logbücher, Korrosionsprüfung, Fahrwerksintervalle, Druckkabinenzyklen und die Qualität früherer Avionikumbauten. Wichtig ist auch, ob das Flugzeug gewerblich, als Ambulanzflugzeug oder in Spezialmissionen betrieben wurde, da dies Innenraum, Verkabelung und Restwert beeinflussen kann. Die wichtigsten Varianten sind Learjet 35, 35A, 36 und 36A, wobei die A Versionen den Gebrauchtmarkt dominieren. Im Vergleich zu neueren Light Jets positioniert sich der Learjet 35 / 36 meist als leistungsstarker, schneller Klassiker mit niedrigerem Einstiegspreis, aber höherem Augenmerk auf Wartungsplanung, Ersatzteilversorgung und regulatorische Avionikstandards.