PlaneFox verfolgt 5 zum Verkauf stehende Embraer Praetor 500 / 600 und liest jedes einzelne Angebot auf den beobachteten Broker- und Händlerseiten erneut ein — deshalb bewegen sich die Zahlen unten mit dem Markt. Jede Zahl auf dieser Seite wird aus diesen Live-Inseraten gemessen und nicht aus einem veröffentlichten Preisführer übernommen.
Eine Embraer Praetor 500 / 600 fliegt etwa 3,340 nm bzw. rund 6,186 km – das entspricht bei typischer Reisegeschwindigkeit in ruhiger Luft etwa 7 Std. 10 Min..
Eine Embraer Praetor 500 / 600 kostet etwa EUR 77.500 im Monat im Betrieb, oder rund EUR 3.668 pro Flugstunde bei 150 Flugstunden pro Jahr.
Die Embraer Praetor 500 / 600 Familie stammt vom brasilianischen Hersteller Embraer Executive Jets und wurde 2018 vorgestellt. Die ersten Auslieferungen begannen 2019. Der Praetor 500 ist ein Mid-Size-Jet auf Basis des Legacy 450, der Praetor 600 ein Super-Mid-Size-Jet auf Basis des Legacy 500. Beide Muster sind für Käufer relevant, weil sie moderne Fly-by-Wire-Technik, hohe Reichweite in ihrer Klasse und eine noch junge Gebrauchtflotte verbinden. Sie sind keine Varianten der kleineren Phenom-Reihe, sondern eigenständige Business-Jets mit größerer Kabine und transkontinentaler Einsatzfähigkeit.
Beide Modelle nutzen zwei Honeywell HTF7500E Turbofan-Triebwerke und sind für eine maximale Betriebshöhe von 45.000 feet zugelassen. Die typische Reisegeschwindigkeit liegt im Bereich von etwa 466 knots, abhängig von Gewicht, Flughöhe und Flugprofil. Der Praetor 500 bietet eine veröffentlichte Reichweite von bis zu 3.340 nautical miles, der Praetor 600 bis zu 4.018 nautical miles, jeweils unter definierten NBAA-IFR-Reserven und Herstellerbedingungen. Die nutzbare Zuladung ist stark von Ausstattung, Leergewicht, optionalen Einbauten und Zulassungskonfiguration abhängig. Bei gebrauchten Exemplaren sollte daher immer das individuelle Weight-and-Balance-Datenblatt geprüft werden, nicht nur die Prospektwerte.
Der Praetor 500 wird typischerweise für 7 bis 9 Passagiere eingerichtet, der Praetor 600 häufig für 8 bis 12 Passagiere, je nach Layout mit Club-Sitzen, Divan, vorderer Galley und geschlossener Toilette. Beide Kabinen bieten einen flachen Boden, eine für die Klasse großzügige Stehhöhe und ein separates Gepäckabteil. Im Cockpit kommt nicht Garmin Perspective oder G1000 zum Einsatz, sondern die Collins Aerospace Pro Line Fusion Avionik. Typische Merkmale sind große Touchscreen-Displays, synthetische Sicht, modernes Flight-Management und die Integration der Fly-by-Wire-Steuerung. Viele Flugzeuge verfügen zudem über zeitgemäße Kabinenmanagementsysteme und Konnektivitätsoptionen.
Am Gebrauchtmarkt positioniert sich der Praetor 500 als moderne Alternative zu etablierten Mid-Size-Jets mit besserer Reichweite, während der Praetor 600 gegen Super-Mid-Size-Muster mit längerer Kabine und interkontinentaleren Einsatzprofilen verglichen wird. Wichtig sind Triebwerksprogramme, Avionik-Softwarestand, Service-Bulletins, Innenausstattung, Konnektivität, Lackzustand und die tatsächliche Missionshistorie. Käufer sollten auch unterscheiden, ob es sich um ab Werk gelieferte Praetor-Flugzeuge oder um auf Praetor-Standard nachgerüstete Legacy 450 / 500 handelt. Upgrades können Winglets, zusätzliche Kraftstoffkapazität, Avionikfunktionen und Kabinenmodernisierungen betreffen.